Methoden für ungewöhnliche Lernreisen
Shownotes
Methoden für ungewöhnliche Lernreisen
Ein Interview mit Barbara Messer
»Trau Dich.« – Dieser Impuls zieht sich wie ein roter Faden durch unser Gespräch mit Barbara Messer. Als »Horizonautin« nimmt sie uns mit auf eine Reise zu Lernräumen, die tiefer gehen, irritieren dürfen und echte Entwicklung ermöglichen.
Gemeinsam erkunden wir, warum die klassische Trennung zwischen Training, Coaching und Workshop immer mehr verschwimmt – und wie daraus neue Möglichkeiten entstehen. Barbara teilt mit uns ihre Leidenschaft für ungewöhnliche Methoden, die Menschen schneller ins Tun bringen, Emotionen ansprechen und nachhaltige Erkenntnisse ermöglichen.
Du erfährst,
- warum Irritation ein Schlüssel für Lernen sein kann
- weshalb Trainer:innen ihre eigene Innenschau und Reflexion ernst nehmen sollten
- wie starke Inszenierungen – vom »Museum« bis zum »Gemeindegesang« – Lernprozesse beschleunigen können
- und was es bedeutet, einen Lernraum mit Liebe und Klarheit zu halten
Besonders berührt hat uns Barbaras Blick auf Verantwortung und Sensibilität im Umgang mit intensiven Methoden. Sie plädiert dafür, mutig zu sein – aber niemals unvorbereitet. Denn echte Transformation braucht nicht nur gute Tools, sondern auch Erfahrung, Intuition und Selbstkenntnis.
Dieses Gespräch ist eine Einladung, Deine eigenen Lernreisen neu zu denken:
Mehr ausprobieren. Mehr fühlen. Mehr Vertrauen in den Prozess.
Na dann los, hör direkt rein!
Inspirierende Minuten wünschen Dir
Sabine und Jürgen
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Redaktion und Produktion: Sabine Venske-Heß und Jürgen Schulze-Seeger
Musik, Sprecher, technische Unterstützung: Felix Müller, hejfelix.com
Fotos: Uwe Klössing, personalbrandingcompany.de
Mehr zu unserem Gast, Barbara Messer:
https://barbara-messer.de/
Barbaras aktuelles Buch, über das wir hier sprechen:
https://barbara-messer.de/das-methodenbuch/
Für erfahrene Trainer:innen, die ihre Exzellenz weiter steigern möchten:
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https://bridgehouse.de/ausbildung/weiterbildungen/
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Transkript anzeigen
00:00:03: Wenn KI plötzlich ein Coach wird, warum kann dann nicht etwas was sonst in Therapie gemacht werden?
00:00:07: Auch mal abgewandelt.
00:00:08: In einem Workshop stattfinden.
00:00:09: Das heißt sie sind von Anfang an eingebunden und dadurch kommt man meiner Meinung nach auch zu tiefen Prozessen weil du brauchst nicht so viel Zeit für Überflüssiges.
00:00:18: Also ich lese morgens mein Horoscope und weiß denn was ich mache.
00:00:30: die das Lernen leichter und das Verlern schneller machen wollen.
00:00:35: Mit Sabine Fenske-Hess und Jürgen Schülze-Sega.
00:00:42: Guten Tag,
00:00:43: Jürgu!
00:00:44: Hey Sabine, hast du einen guten Tag schon mal gesagt?
00:00:46: Ich bin mir nicht sicher, aber ich muss wirklich alle Aufnahmen nachhören damit ich etwas anderes finde als was ich bisher gesagt habe.
00:00:54: Aber heute ist sowieso alles anders.
00:00:57: Deswegen mach' es jetzt auch mal anders.
00:00:58: Hey,
00:01:00: Jürgen!
00:01:01: Hallo.
00:01:02: Guten Tag Sabine.
00:01:02: Damit hat
00:01:03: niemand gerechnet.
00:01:04: Nein.
00:01:07: Barbara wie cool dass du bei uns bist das ist total schön.
00:01:10: wir sind tatsächlich das erste mal ja das erste Mal zu dritt in dieser Runde und ich hoffe dass wir die Zumutung der Sprechmenge hinkriegen weil hier drei Menschen sind die sehr ungern reden.
00:01:28: Insofern werden wir mal gucken.
00:01:29: Auf mich trifft es zu.
00:01:31: Voll, auf jeden Fall!
00:01:33: Ja ich denke meine Aufgabe wird sein euer Muster zu brechen wie ihr immer miteinander umgeht und irgendwo kleine Schlupflöcher das dabei seien zu bekommen.
00:01:42: Und damit sind wir schon im Thema.
00:01:44: Das ist ja unfassbar.
00:01:46: Aber Messer, vielen von unseren Höreren wirst du bekannt sein von herzengemeinte laudatio halte.
00:01:57: vielleicht sagst du ein zwei dinge zu dir selbst weil die bei mir sonst sehr lang werden würde.
00:02:02: ich verheere dich
00:02:04: richtig.
00:02:05: auch das kann ich für mich sagen.
00:02:07: eine der größten und schönsten momente war mal wie ich dich vertreten durfte weil ich denke ich kann sehr gut in deinem spirit arbeiten.
00:02:14: ansonsten bin ich jetzt wundervolle Ursprüngliche Altenpflegerin und kommen mit dem ursprünglichen Fürsorgen, denn dieses Berufsfeld ist immer wieder näher.
00:02:24: Habt dann aber irgendwann umgesattelt auf Bildung, Weiterbildung, Persönlichkeitsentwicklung.
00:02:28: Nenne mich jetzt Horizon Nauten weil ich täglich damit beschäftigt bin meinen eigenen Horizonen zu weiten und denen der anderen also die, die zu mir kommen.
00:02:36: Und ich schreibe leidenschaftlich gerne nicht, trainiere gern Ich coache gerne
00:02:42: Weil du so gerne schreibst, ja erst mal denke ich schon wir werden noch viel mehr von dir erfahren im Laufe dieser Zeit hier.
00:02:47: Ich bin mir ganz sicher weil der Anlass das wir gesagt haben wir quatschen jetzt miteinander bei wer uns ja schon ich weiß gar nicht dreißig Jahre kennen glaube ich alle drei irgendwie teilweise dann noch ich Jürgen noch nicht aber dich schon du auch Jürgens schon mich schon und so.
00:03:04: Das ist ja nur noch ein
00:03:05: Recherchieren, wie das eigentlich
00:03:06: war.
00:03:06: Unbedingt oder?
00:03:07: Ich habe vorher darüber nachgedacht und dachte ich glaube Barbara du warst schon immer eine Brücke zwischen Jürgen und mir ohne dass es klar war bevor wir beider Jürgens und ich uns begegnet sind.
00:03:17: Und ich erwische mich da mal, dass ich so in Gesprächen sage, das ist schon vierzig Jahre her.
00:03:22: Da hab' ich das und das mal gemacht.
00:03:23: Also die Jahrzehnte sammeln sich – wenn du sagst dreißig Jahre, das mag angehen ja!
00:03:29: Ja?
00:03:29: Ich mach's auch für dreizig Jahre und wir haben uns relativ schnell kennengelernt und Jürgen und Du wahrscheinlich auch,
00:03:33: ne?!
00:03:35: Naja, Jürg und ich waren ja zusammen im Kindergarten.
00:03:38: Ach ihr beiden bei der Geburt getrennt war doch irgendwas oder?
00:03:42: Das macht irgendwie
00:03:44: so Sandkasten... Weil was die Ältere?
00:03:47: dann stelle ich jetzt gerade fest.
00:03:48: Ich hätte es tatsächlich so ohne Schleim auf jünger geschätzt, ich wäre sechzig in diesem Jahr und sind auch so... Ja,
00:03:57: das erklärt dir auch dass deine Geburtstagsgröße zu mir immer kommen ohne dass du weißt wie alt ich bin.
00:04:01: Also du sagst dann immer nur Happy Birthday und das ist ja dann kannst du ja immer wieder schreien.
00:04:06: Stimmt aber man kann sich nicht vertunen.
00:04:09: Ist das
00:04:10: jetzt mittlerweile ein Kompliment wenn man sagt ich durch hätte dich auf Anfang fünfzig geschätzt?
00:04:15: oder ist es eine Frechheit?
00:04:18: Ich empfinde das als Kompliment wenn Menschen sagen das hätte ich jetzt nicht gedacht.
00:04:24: Ja, ich freue mich auch immer noch wenn ich bei Rewe oder so an der Kasse bin.
00:04:33: Sind wir denn schon achtzehn?
00:04:36: Sie wahrscheinlich noch nicht!
00:04:38: Ich schon.
00:04:40: um nochmal auf den Anlass zu kommen warum wir zusammen sind du hast dass wir haben gerade schon mal, bevor die Mikros an waren überlegt wahrscheinlich Dreißigste, Vierzigste, Fünfzigste Buch gerade veröffentlicht und das ist immer ein schöner Moment um zu sagen lass mal quatschen darüber worüber du grade nachdenkst was dich gerade beschäftigt was zu diesem Buch geführt hat.
00:05:03: Und das ist so genau die Einschlucksschneise.
00:05:06: erzähl mal warum.
00:05:09: ein Buch Jetzt über das Thema Methoden und zwar ungewöhnliche Coachings, Trainings und Workshops sollen damit gestaltet werden.
00:05:18: Warum jetzt?
00:05:20: Also weil es jetzt auch einer Zeit war und es gibt ja so eine längeren Weg schon der fing an mit solchen Begriffen wie merkwürdig.
00:05:28: dann ging es auch mit ungewönlichen Trainingspfaden bei Manager Seminare zum Beispiel.
00:05:33: Und dieses ist für mich Kompromieren, also nicht komprimierendsten.
00:05:38: Aber der Komprom... Die Essenz sozusagen aus dem Ungewöhnlichen weil sie sprengt auch in meiner Welt im meinem Erfahrungsraum die Grenze zwischen Training und Coaching Workshop das ist für mich nicht mehr die Frage was es war sondern welchen Lernraum schaffe ich?
00:05:53: Und dass was ich selbst in den letzten Jahren gelernt habe was mich verändert hat oder wo ich in die Veränderung gegangen bin.
00:06:00: Das hat mich dazu gebracht das Buch so zu schreiben dass es nämlich darum geht Menschen in der Veränderung zu begleiten.
00:06:07: Es geht doch nicht mehr darum, ihnen jetzt perfektes Konfliktgespräch vorzuleben sondern wie gelingt es das wir wachsen dass wir mit Schwierigkeiten umgehen?
00:06:21: Ja, ich finde den Begriff ein bisschen inflationär, aber transformieren.
00:06:26: Nicht transpirieren
00:06:28: wir beim Transformieren.
00:06:30: Aber
00:06:31: das ist für mich das Ding mit dem Raum.
00:06:33: welcher welchen Raum ermögliche ich?
00:06:36: welchen raum halte Ich?
00:06:37: und darum geht es ganz stark in diesem Buch.
00:06:39: wie kann ich das machen?
00:06:40: Das könnte das bedeuten und mit welchem Methoden könnte ich da arbeiten?
00:06:44: und ich liebe ja Methoden, weil das ist ein ewiges Spiel.
00:06:47: Das sind Formate, das sind Möglichkeiten wie wir an etwas arbeiten.
00:06:54: Auf mich war der erste Eindruck.
00:06:56: Ich habe das noch gar nicht mit dir geteilt, aber da hat sich ganz viel in dir angesammelt.
00:07:03: War das so, dass es auch eine Explosion war?
00:07:05: Ich stell mir wahnsinnig vor nachher ne Auswahl zu treffen.
00:07:07: welche nehme ich denn, weil ich erlebte dich oder hab dich immer erlebt wenn ich dich live gesehen habe als jemanden, die dann selbst im Training oder im Workshop ist dir irgendwas eingefallen und du hast in dem Moment eine neue Methode kreiert.
00:07:21: Und wie war denn das mit der Auswahl für dieses Buch?
00:07:26: Ja ich fand aber der Verlag einfach sehr empfangsfreudig dass es keine Limitierung aus den Methoden angeht.
00:07:34: Irgendwann habe ich selbst gemerkt okay das braucht da nicht rein Es ist vielleicht schon zu oft in anderen Büchern geschrieben.
00:07:42: Liebes Tagebuch ist ja immer dabei, in jedem Buch mittlerweile... Aber da war die Freude groß an den vielen Methoden.
00:07:49: Die Schwierigkeit ist ja für mich dann, zu unterscheiden was eine Methode ist und was eine Intervention ist oder etwas Kleines oder etwas Großes.
00:07:56: Weil es auch bei jedem der es anwendet anders ist.
00:07:59: Und natürlich in dem Moment wo das Buch fertig ist könnte das nächste anfangen.
00:08:03: Das kennt ihr aber ja auch.
00:08:05: Weil wir uns ja selber durch diesen Denkraum bewegen beim Schreiben.
00:08:10: Ich mag sehr dein... dann dein Credo oder die Grundaufforderung, die ich daraus lese nämlich traurig.
00:08:20: Traurig als Trainerin, trauriger als begleitende Person.
00:08:23: gerade diese Kombination wo du sagst Coaching-Training das sind für mich jetzt Räume die zusammenfließen Das geht gar nicht mehr so sehr um die Unterscheidungen und traurige an Dinger heran die irritieren dürfen Die erleben
00:08:40: erfordern
00:08:41: ja gar nicht nur möglich machen sondern wirklich schlicht herbeiführen, ohne dass der Mensch, der da vorher vielleicht gar nicht mit diesem Gedanken kam überhaupt großartig in Zweifel gezogen wird.
00:08:56: Sondern mach es!
00:08:56: Mach es, trau dich ran, gehe da rein, schmeiß dich rein und lass den Menschen fühlen.
00:09:02: Das ist so eine große Überschrift für mich über dem was ich alles gelesen habe in deinem Buch Du nix, das ist schon mal gut.
00:09:11: Ist
00:09:14: das überhaupt wirklich eine passende Rausgezogene Überschrift?
00:09:17: Genau!
00:09:21: trau dich mal deine Komfortzone zu verlassen, aber benutze bitte in diesem Zusammenhang auch Teilnehmende nicht als Versuchskaninchen.
00:09:27: Ich bin ja jemand der sagt bitte Probe also suche geschützte Räume was ich mit Freunden Kollegen Kindern Family und Übprobe versuche mitzukriegen.
00:09:38: welche Möglichkeiten hast du?
00:09:39: Mit so einem Ansatz oder einer Methode zu agieren?
00:09:42: weil ich lege sehr viel Wert auf die Indikationen Und auch die Kontraindikation.
00:09:46: welche Nebenwirkungen hat eine Methode?
00:09:49: und wenn ich das Werk ich sozusagen die Medizin nicht beherrsche, dann kann ich auch viel Schaden anrichten.
00:09:55: Und dieses Trauen heißt eigentlich erst mal sich damit zu beschäftigen.
00:09:58: was habe ich für ein Möglichkeitenraum?
00:10:00: Wo bin ich befangen?
00:10:01: wo bin ich innerlich frei?
00:10:03: Was vermag ich zu tun?
00:10:04: und für den einen ist sage ich mal die Methode-Wäschleine schon der absolute Birner an Ungewöhnlichkeit und da traut er sich nicht.
00:10:13: aber ich meine jetzt trau dich nicht mit diesem Buch in das Seminar zu geben Und zu sagen, ich probiere heute zehn neue Methoden aus.
00:10:20: Das will ich nicht!
00:10:21: Trauen heißt... Ich setze mich mit mir auseinander und traue mich mehr mit mir zu beschäftigen.
00:10:27: Bin ich der Richtige?
00:10:28: Wie fülle ich den Raum?
00:10:29: Welche Themen bringe ich selber mit?
00:10:31: Wie frei bin ich davon?
00:10:33: Wie sehr bin ich auch ein Modell für das Thema, für das ich Trainings- oder Workshops gebe?
00:10:38: Darum geht es.
00:10:39: Das heißt, trau dich auch zu reflektieren und die Innenschauen zu
00:10:42: machen.".
00:10:43: Ich finde es sehr hübsch, dass in dem Wort Trauen auch das Wort Trauung enthalten ist.
00:10:48: Das ist eine Fort von Vermählung mit den Teilnehmenden der Methode und der Vermählungen.
00:10:52: Bitte bitte, dass dieser Gedanke jetzt auf mich zurückzuführen ist!
00:10:56: Aber dieses traurige, wenn so bei dir heißt nicht zu experimentieren... Was ist denn das waghalsigste was ich in deinem Buch finde?
00:11:04: Also gibt es so Methoden wo du sagst hier damit wäre ich am vorsichtigsten
00:11:12: Ja, das sind schon so was wie der fliegende Teppich.
00:11:15: Also extrem starke Inszenierungen mit Fantasiereisen zusammen weil da spiele ich wirklich im freien Fall.
00:11:22: Brauche aber eine innere starke Choreografie und das ist ne Arbeit mit mehreren, mit größeren Gruppen die es muss sich halten können.
00:11:31: Das ist ja so als wenn ich im Fußballfeld Regie führe.
00:11:34: Das ist für mich eine der stärksten.
00:11:36: Früher war es der Gemeindegesang, der mich selber komplett geflasht hat auch wo ich gemerkt habe jetzt fange ich an extremst ungewöhnlich zu arbeiten.
00:11:50: Es gibt drei kirchliche Formate.
00:11:53: Da habe ich den Namen aus kirchlichen Kontexten genommen, der Gemeinde Gesang die Predigt und der Weichtstuhl.
00:11:58: Und beim Gemeindegesang gibt es ein kurisches Sprechen was sich den Teilnehmenden vorgebe.
00:12:04: das heißt ich stelle mich auf eine Bierkiste Stuhl oder etwas und dann stehen die Teilnehmenden vor mir, je nach einem Zettel in der Hand.
00:12:10: Ich trenne dann ganz oft gerne auf Männer und Frauen damit sozusagen Ruhe ist und die erste Irritation schon ausgesprochen ist.
00:12:17: Und dann haben sie einen Dialog den Sie folgen und sprechen das nach Widerstände, wieso soll ich hier was sagen?
00:12:25: Was man mir sagt und es kommt nicht aus mir selber raus.
00:12:28: Das greif' ich mittlerweile beim Text auch auf für den Gemeindegesangt.
00:12:31: aber da drin enthalten ist das die schon ganz wichtige Sachen also diesen die Teilnehmenden die sagen schon ganz wichtige Sachen die am Tag drin vorkommen oder gegen großartige Zitate.
00:12:42: Es ist eine total skurrile Dialogform die gleich am Anfang ist und die Leute herausfordert Also das ist ja das Wesentliche bei mir gleich zu Anfangs schon ungewöhnlich zu agieren.
00:12:55: Dass sie sich gar nicht erst in den bequemen Theaterstuhl setzen und ich gucke hier mal zu, in dem Training, sondern gleich rausgefordert sind
00:13:04: Ja manchmal stehe ich ja auch schon vor der Tür und mache so einverständliche Erklärungen, die ich mir abhole schriftlicher Art.
00:13:10: Dass sie was unterschreiben müssen.
00:13:11: oder ich sage wir fangen hinten an.
00:13:14: wie waren die zwei Tage für dich?
00:13:15: Was nimmst du mit?
00:13:16: Was war die wertvollste Erkenntnis?
00:13:18: das heißt Sie sind von Anfang an eingebunden und dadurch kommt man meiner Meinung nach auch zu tiefen Prozessen weil du brauchst nicht so viel Zeit für überflüssiges.
00:13:28: Ich habe eine Übung gesehen, wo ich auch dachte das illustriert total diesen Übergang zwischen Coating und Training und dem Zusammennehmen.
00:13:36: Das war das Thema Musterberechung tatsächlich mit sehr körperlicher Arbeit, wo du auch ganz deutlich schreibst hey bitte keine Traumata, bitte keine wirklich akuten psychologischen Schwierigkeiten.
00:13:51: Also ich mag deine Kontainligationen sehr diese Vorsicht walten zu lassen.
00:13:58: Wenn du zum einen gerne mal kurz so für die Hörerinnen und Hörern, die die Übung noch nicht gesehen haben, mal illustriest was ist das?
00:14:05: Und zum zweiten mal sagst dieses Erkennen von psychischen Schwierigkeiten.
00:14:12: Von Traumata wie gehst du damit um dass du das weißt?
00:14:15: ob jemand sowas gerade hat oder nicht
00:14:19: Das weiß ich eigentlich nicht.
00:14:22: Das ist aber ein Wahnsignal zu überlegen, ist das die beste Methode für das was ich da heute vor habe?
00:14:29: Ja.
00:14:31: Ich hab ja meine Quellen sind ja viel außerhalb unserer Zunft und ich hab vor einiger Zeit den Hoffmann-Prozess selber mitgemacht.
00:14:40: er hat mich vollkommen begeistert.
00:14:42: Ich bin auch sehr froh dass ich das noch erlebt hab eben auch mit... Oh Gott!
00:14:48: Wie heißt der denn nochmal?
00:14:50: Hofmann also Daria Hofmann und Holger Holger Digmann mit Holger noch erlebt und daraus habe ich ganz viel genommen, weil es war eine unglaublich intensive erdfürchtige Inszenierung.
00:15:00: Und da gab es diese, sage ich mal ins Kissenschlageaktionen die mich ans Clownspiel und ans Buffonspiel erinnert haben.
00:15:09: also wenn ich wirklich körperlich in brachiale Arbeit gebe wenn nicht auf ein Kissen schlage oder bei der Buffonarbeit haben wir alle als Gruppe unter einem riesigen Stoff gelegen und der Trainer hat auf uns geschlagen sozusagen, damit wir uns gemütigt fühlen.
00:15:23: Das waren für mich Formate die mich total aus meinen Mustern selber herausholen.
00:15:28: Das sind nämlich Hardcore-Dinge.
00:15:30: Ich kann nicht sagen, ob jemand mit einem Trauma was jetzt hoch poppen könnte im Seminar ist.
00:15:36: ich kann merken wenn ich mit der Gruppe arbeite und von Anfang an ja sehr intensiv dass sich das Gefühl aber auch das es jetzt wäre heute sowieso zu viel.
00:15:44: das lasse ich mal sein.
00:15:46: Heute die brauchen mehr Geborgenheit, sie brauchen mehr Samstag, mehr Liebe.
00:15:50: Lass uns lieber etwas Einfaches spielen, was tiefer ist, was Fröhliches als jetzt ein was Tiefes heranzugehen.
00:15:56: Das ist für mich was eher dann auch mal im zwei zu zwei Kontext, ja.
00:16:01: Aber das ist genau das, was wir meiner Meinung nach können müssen unsere Palette beherrschen und viel selber immer wieder selber erfahren haben damit wir wissen dass einem so ein Ding um genauso wie es erfolgreich werden kann kann es einem auch um die Ohren pflegen.
00:16:14: Ja
00:16:15: dass selber fahren haben ist eine wahnsinnige Aspekt dafür auch zu wissen wann wie wo ist da bei mir welcher Prozess losgegangen?
00:16:25: Ich mag die Idee zu sagen, es geht darum einfach sensibel zu sein.
00:16:29: Es geht nicht darum sich vorher was unterschreiben zu lassen weil auch das gibt's ja manchmal, dass du dann eben mit Anmeldung zu dem Training unterschreibst, sodass du in psychisch gesunden Zustand bist wo ich sage, welcher Art von Sicherheit kippt mir das?
00:16:44: Ja, wobei ich das gerne unterschreibe wenn ich meine Seminare buche oder jeder Schwitzhütte, die ich besuche ist das ein Thema, das man wirklich fit sein muss.
00:16:54: Also die Grenze finde ich eben auch, die löst sich meiner Meinung nach auf.
00:16:57: Auch durch KI.
00:16:58: wenn KI plötzlich ein Coach wird warum kann dann nicht etwas was sonst in Therapie gemacht wird?
00:17:03: Auch mal abgewandelt in einem Workshop stattfinden?
00:17:05: wo sind diese Grenzen, die verschwimmen?
00:17:07: meine Meinung nach sehr und jeder von uns das habe ich mal in der Sogestopädie gelernt es gibt keine Sogestopeden... Nein!
00:17:14: Es gibt keine SOGESTOPEDIE sondern es gibt nur SOGESTOPEDEN.
00:17:17: Das sind immer wir weil wir ja auch unsere Wirkkraft mit in den Raum bringen.
00:17:22: auch darin überzeugend sind oder nicht.
00:17:24: Und da haben wir dann die nächste Baustelle für manche einen Zeitgenossen, der meint er kann das Label Trainer oder Coach oben an der Stirn tragen.
00:17:33: Das wird bei mir eine andere Frage auf.
00:17:40: weil du viel in Gruppen bist und mit denen gearbeitet wie burthalst Du?
00:17:47: Oder siehst Du die Sensibilität der Menschen jetzt im Augenblick, nicht nur vor Multikrisen und all diesen Dingen sondern insgesamt die Angefasstheit oder Sensibilitet der Menschen.
00:17:59: Wir haben diese Frage uns selbst in den letzten Monaten und Jahren immer wiedergestellt.
00:18:06: Das ist so eine Entwicklung.
00:18:09: Ja, danke.
00:18:09: Die Frage ist auch gut weil meiner Meinung nach hat sich unsere Welt in den letzten Jahren verändert und ich habe auch noch überlegt wann wir den letzten Kontakt hatten.
00:18:16: das hat damit sicherlich auch zu tun.
00:18:18: meine meinung nach sind die extreme größer geworden.
00:18:20: also ich kenne Ingenieure die sitzen im Seminar zum thema.
00:18:23: ja es geht ja immer meistens um konfliktlösung und führung.
00:18:28: und dann kommt die frage ja wie lasse ich denn jetzt diese antennen wachsen?
00:18:31: also sie merken dass sie neue antennen brauchen.
00:18:33: das sind die einen.
00:18:35: Und dann gibt es Führungskräfte aus, also ich hatte im Frühjahr eine.
00:18:39: Die war schon beim einfachsten Geschock beschockt.
00:18:42: Also selbst beim Liebes-Tagebuch stieg sie schon aus, weil sie unseriöswand und Angst hatte und ihre Sicherheit, also ihr Sicherheitsbedürfnis war extrem groß.
00:18:51: Da ist meiner Meinung nach die sind die Amplituden deutlicher geworden?
00:18:54: Ja.
00:18:56: Ich nehme das so wahr wie du das wahrnimmst.
00:19:00: Und dahinter steckt... Du hast glaube ich eben gesagt angefasst Die Nerven liegen blanker.
00:19:09: Deswegen ist Liebe, du hast von Vermählung gesprochen.
00:19:13: Diese Liebe ich stelle ja auch für Liebe.
00:19:16: liebe meine Teilnehmenden.
00:19:17: Ich liebe diese Arbeit diesen Raum das finde mich ein unglaublich wichtiger Raum in dem wir In einer ganz tiefen Verbindung sind diese Stunde Stunden oder Tage Und das hat eine ganz hohe Intimität, deswegen ist mir auch diese Haltung so wichtig.
00:19:32: oder dass wir das richtige Werkzeug nutzen.
00:19:35: Weil das ist das Zentrale der diesen Heilraum.
00:19:38: oder sollte meiner Meinung nach ein Heilraum sein?
00:19:43: Wenn man so wie du Methoden inhaliert hat und sich seinen Leben lang mit unterschiedlichen Interventionen, Methoden und Vorgehensweisen – wie auch immer man das Nennenmarkt beschäftigt hat Wie oft bist du schon in der Situation, dass du bewusst gar nicht vorher auswählst sondern in den Raum gehst, guckst und dann kommt diese Methode zu dir.
00:20:07: Also das ist jetzt ein bisschen übertrieben gesagt weil man muss schon wissen wo um welches Thema es geht oder mit was die Teilnehmenden kommen.
00:20:15: aber wie häufig widerfährt dir dieser Teil der Nicht-Vorbereitung?
00:20:20: Also ich lese morgens mein Horoscope und weiß dann, was ich mache.
00:20:25: Nein nein!
00:20:27: Ich hab schon einen groben Plan und am liebsten habe ich meine Einstiege von denen ich weiss die Schütteln schnell durch so dass wir schnell da sind.
00:20:35: aber wenn ich jetzt zum Beispiel zwei Tage Führungskräftetraining habe, die ein bestimmtes Motto haben wie neue Führungen Dann habe ich den groben plan und weiß der Einstieg nach dem spätestens nach dem Museum immer habe, damit sie schnell ins Tun kommen weiß ich so ah das ist jetzt viel mehr im Fokus und lasst dann weg.
00:20:57: So eine grobe Richtung hab' ich für mich schon aber auch selber um in den Mut zu kommen also mit OO in den Flow und dass ich weiß okay die Art wir sind jetzt gut auf Fahrt In so einem Fluss sehe ich mich oft Wir fließen jetzt wir sind ein Flussbett Und dann gibt es immer ganz viele Momente, gerade für Tag zwei wo ich merke jetzt stelle ich um.
00:21:19: Jetzt brauchen wir das am Anfang mehr aber das kommt ja immer aus dieser wunderbaren Mischung als Erfahrung und Intuition.
00:21:25: Ich denke gerade wenn wir schon so lange dabei sind dann können wir das.
00:21:29: also ich kann es manchmal gar nicht sagen hat ich das schon geplant ist dass jetzt in diesem Moment dazu gekommen?
00:21:34: Ja habe ich das nachts gechannelt ohne es zu merken.
00:21:40: Also, mir geht's wie dir.
00:21:42: Ich brauche tatsächlich auch immer noch diese Antworten auf die Frage was will ich auf jeden Fall machen?
00:21:49: Dass sich so in einem zwei-Tage-Training weiß das mache ich auf jedem fall und der Anfang gehört auf jedenfall immer dazu weil es wäre komisch wenn man da erst rausfinden will was man eigentlich macht Und meistens poppen da all die dinge hoch die dann schwerpunkte werden.
00:22:03: im laufe der kommenden zeit sagst du für unsere höherein und höre die dass Museum nicht kennen, ganz kurz, wo uns da geht.
00:22:12: Also das Museum ist eine Methode die ich mal bei Axel Racho kennengelernt habe.
00:22:17: Da wird ein Thema mit verschiedenen Stichpunkten versehen.
00:22:22: Also nehmen wir mal Führung, das ist die Selbstreflektion es ist Kommunikation ganzen Unterteam.
00:22:28: dazu werden Exponate gesucht also sehr symbolhafte Gegenstände am besten noch in starken Storytelling und die werden ganz hübsch angeordnet mit einem kleinen Schild auch versehen zugedeckt mit Stoffen.
00:22:40: Das Ganze wird arrangiert wie eine Ausstellung wie so ein Museum eben.
00:22:45: ich gebe vorher Eintrittskarten raus, dann eröffne ich das.
00:22:48: Dann decke ich die Exponate einzeln auf.
00:22:50: Da ist zum Beispiel eines meiner Lieblings-Exponates die innere Kündigung.
00:22:54: Da ziehe ich sogar vorher noch weiße Handschuhe an und da den Motto vorsichtig bitte zu einem ganz altes Exponat.
00:23:00: Dann lese ich diesen Text ja schon absolut uralt.
00:23:03: Es zerraschelt weiches Papier gefaltet.
00:23:05: Lese ich dann vor nämlich eine innere Und dann moderiere ich das noch an und sage, weiß ich nicht ob Sie das schon mal wirklich gesehen haben.
00:23:14: Eine innere Kündigung gehört haben wir das ja schon ganz viele Male aber so sieht die aus.
00:23:19: sie wurde natürlich nicht zugestellt usw.
00:23:21: Also packe das ein und deswegen kann man eigentlich alles nehmen und danach ist das Thema vollkommen spürbar im Raum.
00:23:30: Ich habe den Wolf im Schafspelz, ich hab Seehilfen.
00:23:34: Also verschiedene Brillen damit man Menschen besser wahrnimmt und nicht denkt die sind so wie man das selber meint.
00:23:39: also dass man immer noch mal hinguckt ganz stark symbolhaft und das ganze eben ja angeregt an aufgebaut wie ein eine Vanissage einen Museumsrundgang geben dauert ungefähr so zehn bis zwölf Minuten und ist oft ein super Einstieg.
00:23:57: Ich habe das bei dir schon erleben dürfen und ich finde es ganz toll.
00:23:59: Deswegen muss dich diese Frage jetzt stellen, wenn ich das eigentlich jedem empfehlen würde, wenn's irgendwie eine Gelegenheit gibt auf diese Weise sich einem Thema reflektiv zu nähern und klarzumachen warum man hier ist.
00:24:11: da kann man schon so viel Postulate transportieren und soviel anregen.
00:24:15: Ich fand das ganz toll bei dir als auch bei Axeln Und ich sehe du hältst dich an deinen alten Grundsatz lasst die Wurzel dran weil du dich auch jeweils immer erinnerst Wo habe ich das zuerst gesehen?
00:24:26: Bei wem war es...
00:24:28: Ja, das ist ja auch schön.
00:24:30: Also ich lerne gern von anderen aber ich würdige Achsel gerne, war für mich ganz wichtig.
00:24:34: du warst ziemlich wichtig.
00:24:35: so sind wir das für andere und ich mache ja meinen Raum größer wenn ich sage wo ich das hergekomme.
00:24:41: Ich denke viele trauen sich das nicht weil sie denken oh Gott das schmälert mich
00:24:47: Dann ist es ja schlecht.
00:24:49: Genau!
00:24:51: Und beim Museum eine Sache noch, wir wollen ja auch oft eine gute Fehlerkultur vorleben.
00:24:56: ich habe dann zum Beispiel mal ein Schild vergessen oder einen Exponat und dann sage ich so was... Das tut mir leid.
00:25:00: das liegt daran dass jetzt gerade in der Wanderausstellung in Bologna ist und der Hausmeister hat das nicht eingepackt oder so.
00:25:07: aber es macht ja nichts.
00:25:07: Wir können ja trotzdem über dieses Thema sprechen.
00:25:09: Also da ist es so ein eingebetteter Fehler der auch schon wieder charmante
00:25:13: ist.
00:25:13: Ein schönes Story Wenn du auf alle die Methoden und Interventionen schaust, die du im Laufe der letzten Jahrzehnte eingesetzt hast.
00:25:24: Welche davon sollte in aller Bescheidenheit gerne mit deinem Namen verbunden sein?
00:25:30: Liebes Tagebuch.
00:25:32: Liebes Tagbuch.
00:25:32: All right.
00:25:34: Wäre dich immer sagen.
00:25:38: Ja, ich habe auch in meinem Museum einen Exponat am ganzem Anfang.
00:25:42: Da hab' ich ein Foto von Axel in so einem kleinen Holzrahmen und dann sage ich das ist der Gründer der Methode.
00:25:48: Das habe ich so ganz süß angemalt.
00:25:50: Das sag' ich immer auf meinen Nachtschranksticken zu machen.
00:25:53: Und da hab' noch den schwarzen Strich über die Augen gemacht weil ich dann Axel mal gezeigt hab.
00:25:57: Guck mal Axel!
00:25:58: Das hab', ich immer im mein Museum.
00:26:00: Du sagtest mir doch egal und dann hab' Ich den Strich aber die Augen gemalzt.
00:26:03: also ich habe ihn tatsächlich im Museum weil ich so dankbar bin weil er meine Karriere maskeplisch beeinflusst hat.
00:26:09: Ja,
00:26:10: ich habe beim Blättern in deinem Buch eine neue Lieblingsmethode entdeckt und die heißt hinter dem Ball.
00:26:18: Und mit mich hat das sehr berührt... Hinter
00:26:21: dem Ball?
00:26:22: ...hinter dem Ball auch schön!
00:26:24: Das
00:26:25: wäre auch noch besser als eine neue Methode hinter dem Beil.
00:26:27: Ja
00:26:27: hinter den Beil, am Beil im Beil unter dem Beile, in diesem Fall hinter dem ball.
00:26:34: Und es geht in die Haltung, die ich Menschen gegenüber habe.
00:26:39: Insbesondere in konflikteeren Situationen und ich konnte das so fühlen was dadurch passiert wenn man das macht.
00:26:46: lad dich ein dass du dir auch mal kurz beschreibst.
00:26:48: Es geht um dieses Thema was wir alle haben Projektionen wird eigentlich wenn ich etwas passiert wenn ich mitkriege was sich anderen antut.
00:27:01: Also hinter dem Ball ist so ein bisschen auch eine Mischung für mich, die gehen so ineinander über.
00:27:06: Ich habe ja auch einen mit dem Stein also dass ich das mit mir herum trage was schwer ist.
00:27:10: Das ist der körperliche Ausdruck und bei hinter dem ball geht es darum sich mit den Vorwürfen sozusagen zu konfrontieren.
00:27:18: Und das ist nur ein Bild und der Ball weiß nicht ob ihr euch erinnert an diese fettengrößen Medizinbälle von früher und das ist
00:27:25: gar ein Geruch in der Nase wenn ich darüber denke genau
00:27:28: Ja Genau, sich mit diesem hinter dem Ball zu verstecken die Vorwürfe hin und her zu bewegen da hat man meiner Meinung nach ganz viele Möglichkeiten.
00:27:38: Das ist wie so ein Torspiel auch.
00:27:41: ja also hinter dem ball heißt ich werfen mit den vorwürfen Ich nehme sie an ich verstecke mich dahinter ich konfrontiere mich für mich hier.
00:27:50: seine variante die hatte ich früher das ist die Fürsprecherin.
00:27:53: Also wenn zum Beispiel jemand einen schaden hat Wenn jemand etwas Schlimmes erlebt hat dann gibt es Die Fürsprache im Seminar für diesen Menschen, der vielleicht selber gerade nicht die Stimme erheben kann.
00:28:05: Das sind für mich Themen, die sind so unter dem üblichen versteckt.
00:28:13: Schön!
00:28:15: Also ich habe so ein Bild in meinem inneren Auge durch das Lesen der Übung von einer Art Grenze, wo ich auf der einen Seite die Vorwürfe sehe.
00:28:24: Also auf der Seite bin die Ich im Moment repräsentiere und diesen Blick auf den anderen Menschen habe und dann aber auf die andere Seite gehe und aus dieser Person heraus gucke was sind denn da eigentlich für Dinge?
00:28:36: Und das war so ein... also schon allein wirklich beim Lesen so ein Augenblick wo ich dachte wow cool kann ich fühlen was da passieren kann.
00:28:44: Ja, ich bin so geprägt durch ... Ach das ist auch mal Anhalt von Lachner.
00:28:49: So mein Trainer für das Thema Wahrnehmungspositionswechsel.
00:28:52: was heißt das denn aus der Sicht des anderen?
00:28:54: Was mache ich denn?
00:28:55: Was habe ich mit dem Satz oder mit dem Nichtanschauen verursacht?
00:29:02: also was bewirke ich auch im negativen Sinne?
00:29:06: Wie fühlt sich das für den anderen an?
00:29:09: Das ist für mich oft etwas ganz Intensives, damit die meisten Situationen schon gelöst.
00:29:13: Wenn ich eine Ahnung habe wie geht es dem Anderen gerade damit?
00:29:16: was hat das für einen Wirkung.
00:29:17: Das ist von Virginia Satir Also wirklich hochgradig wahrzunehmen.
00:29:23: Und was ich anfangs sage, die kommen ja aus der alten Pflege und ich habe ja viele in der Psychiatrie gearbeitet das kommt mir immer mehr hoch mit dem zu einem Lebensalter auch so diese Lebensthemen anzugehen.
00:29:35: aber da konnte ich ja auch nur wirklich validieren oder einen dimensiellen erkrankten Menschen begleiten wenn es mir gelangt in seine Füße oder in seine Schuhe zu stapfen ist etwas, was ich immer mehr reinhole auch durch die theatrale Grundhaltung.
00:29:49: Okay, schlüpfen eine Rolle!
00:29:51: Ich gehe in die andere Position und betrachte es aus Sicht des Balles oder aus denjenigen, der den Vorwurf hört, der die Projektion hat... Also das ist für mich eines der größten Themen im Miteinander, dass wir unsere Projektionen klären, dass sie unsere Vorannahmen aufklären und dafür sind diese Methoden eigentlich gemacht.
00:30:10: Auch Liebes Tagebuch ist letztendlich schon da einsteigen.
00:30:13: Wie ist das aus der Sicht des anderen und welche Energie oder Wucht steckt dahinter?
00:30:18: Und ich habe viel shamanisch gelernt, oder mal shamanen gelernt.
00:30:23: Da geht es ja ganz viel um transparent und klar werden, dass loswerden allein in den Wald gehen über eine Schwelle.
00:30:31: du hast auch eben von einer Schwelle gesprochen.
00:30:33: dieser Ball- oder Perspektivwechsel ist eine Schwele.
00:30:36: Ich bin plötzlich auf der Anderen Seite.
00:30:38: Was ist da mit mir?
00:30:39: was kann nicht da loslassen gar nicht mehr haben, was habe ich zurückgelassen und das sind für mich Kernprozesse.
00:30:45: Und deswegen ist es auch kein Training mehr.
00:30:48: Also ich kann das nicht mehr trainen.
00:30:51: Es reicht als Begriff nicht ja total.
00:30:53: Ich mag auch sehr den Teil wo du über die Rollen sprichst so wie diese ganzen verschiedenen also in deinem Buch nur über die ganzen verschiedenen Rollen in denen wir als Trainerin unterwegs sind Und da hast du den Schwellenhüter mit dabei, aber genauso auch den Clown oder den Archimisten und den Architekten.
00:31:08: Und so ganz für mich tolle Sichtweisen wie du am Anfang ja auch gesagt hast, wo es eben wirklich erstmal um die Betrachtung meiner Person geht und die Spiegelung darauf.
00:31:17: was heißt denn das eigentlich?
00:31:18: Wie gehe ich...wie nehme ich das mit in den Raum diesen Teil und fülle auch diese Rolle immer mal wieder aus?
00:31:23: Gibt's also eine Rolle, wo du den Eindruck hast, die ist Wichtigsten im Bewusstsein – so haben es wahrscheinlich schwer rauszunehmen, aber wirklich am wichtigsten für diejenigen Trainerinnen und Trainer, die sich noch nicht so viel mit sich selber beschäftigt haben.
00:31:36: Die vielleicht genau an dieser Schwelle stehen zu sagen oh wie viel trau ich mich eigentlich bei mir nachzuschauen?
00:31:41: Traue ich mich auch in der Schwitzhütte?
00:31:43: Trau' ich mich mal Dinge zu machen, die mich deutlich aus der Komfortzone schmeißen und sehr mit mir selbst in die Konfrontation oder auseinandersetzung bringen?
00:31:52: Gibt's da irgendwas wo du sagst hey guck mal als erstes auf dieses Rollenverständnis.
00:31:59: Also ich würde mittlerweile nur noch sagen, wer meint vor Menschen zu treten und solche Räume zu öffnen der muss sich städte Reflektion holen aus anderen Zünften.
00:32:11: Das ist glaube ich eine Temperamentsache.
00:32:13: meine Quellen sind relativ klar aber da hole ich mir ja auch dann Meister
00:32:21: um
00:32:21: das Feedback größt möglich zu bekommen.
00:32:25: Ich muss jetzt nicht das nächste Programm buchen bei Trainer X, Y wie ich Ads schalte und ich vermarkte sondern ich such mir jemanden eigentlich für die Stelle wo ich merke der wird es jetzt eng bei mir.
00:32:33: Also da schau dahin wo die Angst ist.
00:32:36: also wovor habe ich am meisten Angst?
00:32:38: Da sollte ich hingehen.
00:32:39: als Rolle finde ich ansonsten den Dramaturk und den Architekten ganz hilfreich weil ich kreiere eine Struktur ich baue eine Dramaturgie.
00:32:48: man kann vieles meiner Meinung nach von unseren Workshops mit einem Orchester vergleichen.
00:32:53: was kommt, wann wird es leiser lauter gewaltiger stiller?
00:32:57: Wann ist eine Pause?
00:32:59: also so das Dramaturgierende.
00:33:02: Nicht dramaturgierend sondern die Dramaturgy, das finde ich etwas ganz wichtiges.
00:33:09: Naja.
00:33:09: und dadurch, dass ich so Gestopädie gelernt habe ist schon auch das wo ich das Schattenthema angucken soll.
00:33:16: Und das wäre mein größter Rat da wo du eigentlich nie drüber sprichst oder wo du dich bei den anderen am meisten rüber aufregst.
00:33:21: Da solltest du erstmal bei dir selber anfangen.
00:33:24: Das ist für mich der Standard weil ansonsten hab' ich ja auch das Thema als Resonanz im Raum.
00:33:28: Ich bin ja vorne in der Projektionsflächen Freier wir sind, je ruhiger wir sind.
00:33:35: Je klarer auch im Sinne von Transparenz.
00:33:38: Je weniger können die Teilnehmenden ihre Projektionen auf uns werfen das heißt wir können viel reiner arbeiten.
00:33:44: dazu muss ich mich aber selber immer wieder reinigen.
00:33:47: dass ist auch das was ich wichtig finde die Vorbereitung also wenn ich zwei Tage Führungskräfte Training habe dann kann ihr nicht den Tag davor noch das und das machen soll.
00:33:56: ich muss mich reinigen klar werden ruhig werden Ja, dann ein Kollege von mir, den ich sehr schätze.
00:34:02: Dr.
00:34:03: Markus Dobler vergleicht das auch mit einem See, dass das Wasser... Wenn man so brachig ist, muss es erst mal wieder ruhig werden und dann wird es transparent.
00:34:11: Dazu muss man ruhig sein.
00:34:12: wenn man ruhisch wird also wenn ich ruhig werde dann kommt vieles hoch.
00:34:16: Als der Vogel des Alters mal ebenso verloren geht, ja weg verdrängt.
00:34:24: Das Vorbild vom
00:34:25: Vogel.
00:34:25: Ich sehe das Bild mit dem Brackigen erinnert mich an diese Begrifflichkeit des inneren Ozeans, an Gedanken und Bildern und Gefühlen.
00:34:34: Und der muss erstmal ruhig sein bevor wir in die nächste Veranstaltung gehen und dann mit unserer eigenen Aufgewühltheit versuchen uns den Teilnehmenden zu lernen.
00:34:45: Das heißt oft vorabend nicht bei Freunden abhängen oder am besten aus einem anderen Training fallen um die halbe Welt reisen, um dann irgendwo anders morgens die Bude aufzubauen dort nicht sehr im Wein nehmen.
00:35:00: Die mag das Bild mit dem klares
00:35:02: Wasser.".
00:35:03: Ja, und dann können... also ich möchte ein Beispiel erzählen was mich ja auch ausmacht, was einige kennen dass sich ja den Tod meines plötzlichen Tod meeres damaligen Partners verarbeiten musste, was mich sehr geprägt hat weil ich einfach fünf Stunden am Treppenhaus legen neben ihm saß bis er sozusagen abgeholt worden ist.
00:35:23: Und dann war die Wohnung noch nicht eingerichtet, noch komplett unrenoviert und ich wusste nicht wohin.
00:35:29: Und keiner konnte kommen.
00:35:30: Normalerweise soll man ja so dann nicht alleine sein.
00:35:33: Ich bin dann mit meiner Freundin nach Hannover und von da aus am nächsten Tag nach Thüringen.
00:35:37: also Dienstag ist Josef gestorben.
00:35:39: Donnerstag hatte ich das Training und es war mir vollkommen klar dass ich dieses Training mache weil er gesagt macht das Barbara Das war ein Führungskräftetraining bei einer Krankenkasse und das war das schönste Training im ganzen Jahr.
00:35:52: Liebe und Betroffenheit im Raum war.
00:35:54: Das sind Menschen aus dem Bereich Gesundheit, da setze ich das voraus.
00:35:59: Ich habe nicht die ganze Zeit geweint aber ich war tief berührt.
00:36:02: Ich war damit echt und so kraftvoll weil auch das Gefühl hatte er steht hinter mir es waren alle hinter mir meine ganzen Freunde.
00:36:08: Familie hat ganz viel Liebe hinter mir Und das hab' ich geteilt.
00:36:13: In diesem Jahr ist ja auch meine Katze gestorben.
00:36:18: Sie fehlt mir immer noch.
00:36:19: Das habe ich auch geteilt.
00:36:20: Die Leute sind in der Pause zu mir gekommen und haben erzählt, da ist mein Hund gestorben, mit meinem Vater war das gewesen.
00:36:25: Es war so viel Tiefe und Echtheit im Raum dass die wirklichen Themen Führung dadurch natürlich absolut da waren.
00:36:32: es ging um Führungen von Alltag, vom Leben, von Gespräch, von sich selber, von der Begegnung.
00:36:39: also das hat mich im Nachhinein sehr beeinflusst als ich diesen Tag gemacht hab.
00:36:46: Und da habe ich viel über mich gelernt, wieviel ... dass die innere Kraft das ist was uns am meisten aufrechterhält natürlich.
00:36:52: Und dann waren die Methoden vollkommen schnurz also in dem Tag.
00:36:58: Da hab' ich nur noch Lagerfeuer gemacht und aber das war für mich eine Zisur Und die finde ich zwischendurch sehr wert, weil genauso wie ich letztes Jahr im Training hatte was ich komplett versammelt habe.
00:37:09: Meiner Meinung nach haben sich aber auch die Teilnehmer zum falschen Seminar angemeldet!
00:37:15: Ich hab dann an dich gedacht Jürgen mit dem Satz Die Asche aushusen und ich hab tagelang noch gehustert.
00:37:21: Aber das ist auch die Zäsur dass durchbrechen diese eigenen Muster selber brechen und noch besser ist wenn sie gebrochen werden bin ich dann.
00:37:30: sozusagen kann es ja gar nicht mehr verhindern, dass etwas bricht und berechnet mit aufbrechen zu tun.
00:37:36: Wenn wir sagen mein Herz bricht, dann bricht das auf.
00:37:42: Ich steig so ein Bild in mir auf als Bezeichnung für eine Rolle.
00:37:47: Das ist die Eisbadende.
00:37:50: Es erfordert eine Menge Mut da reinzugehen und sich vorher warm zu atmen ein paar Minuten in diesem eiskalten Wasser zu sein zwischen dem Eis.
00:38:00: Aber das Gefühl, dass man danach hat viel mit dieser Klarheit zu tun ist jetzt nicht, dass ich der Experte dafür wäre.
00:38:06: Ich habe das nur einmal gemacht aber ich hab dieses Bild, dieses bisschen Mut mehr.
00:38:13: also Respekt, was du gesagt hast.
00:38:15: Ich sage das nicht ab dieses Training.
00:38:17: Ich glaube jeder andere hätte das getan weil er so sehr auch im Selbstmitleid ist an der Stelle aber zu wissen Nein, im Gegenteil.
00:38:25: Ich kann den Menschen jetzt etwas geben was ganz einzigartig und kostbar ist weil es ihnen damit die Erlaubnis gibt selbst so zu sein und sein zu dürfen wenn das einmal der Fall ist.
00:38:37: also dass du sagst da kommt ein Teilnehmerin zu dir und erzählen die ähnliche Geschichten.
00:38:43: Das tun sie vielleicht zu wenig Und das hat ganz viel mit Führung zu tun.
00:38:47: ich glaube fest daran dass das ein ganz ganz besonderes Training war Herzen der Menschen, die das gesehen haben auf immer enthalten ist.
00:38:58: Weil es nicht nur außergewöhnlich ist sondern auch hoffentlich bitte nicht wiederholbar ist, sondern zeigt zu was wir in der Lage sind wenn wir eine Verbindung haben miteinander.
00:39:12: Ja und das ist nämlich die Essenz weil unsere Zeit ja auch voran streicht.
00:39:16: aber wir müssen meiner Meinung nach Vorbild Modell sein für das was wir dort als Motto vorne am Seminarraum hängen haben.
00:39:24: Und da geht es nicht mal trainieren und lehren, sondern um den Raum dafür zur Verfügung stellen.
00:39:30: Und den halten zu können.
00:39:33: Absolut!
00:39:36: Lebe das, das finde ich... Dafür stehst du für mich, weil ich immer wieder auch diese Konsistenz erlebe bei dir wenn du etwas sagst, wenn du da vorne agierst, durch dich auch schon mehrfach erleben.
00:39:47: Und auch von dem was du schreibst.
00:39:49: Du schreibest eben Ich liebe es Menschen zu irritieren und das heißt für mich wirklich genau dass was du hier sagst, dieses Rausbringen aus dem, was so alltäglich ist.
00:40:00: Aus dem
00:40:01: Muster,
00:40:02: aus dem immer weiter in eine bestimmte Richtung gehen aber darunter ist die Liebe und das finde ich als Kombination so wahnsinnig wertvoll.
00:40:11: Ja danke.
00:40:14: Das ist schön!
00:40:15: Ich lass mich ja selbst auch gerne irritieren.
00:40:20: Da steckt das Wort Irre drin.
00:40:26: Das führt zu ganz tollen Effekten.
00:40:28: Ich muss reinstehen und dann müssen wir wahrscheinlich den Schluss malen, auch wenn ehrlich gesagt das mit der Liebe das beste Schlusswort gewesen wäre.
00:40:35: jetzt Sabine ich glaube fest daran dass wir am Ende des Lebens zurück schauen und uns an all die Dinge erinnern an denen wir irritiert waren wo wir nicht im normalen gelebt haben weil alle anderen Sachen verblassen und wir merken es immer.
00:40:49: wenn wir dann im Nachhinein erzählen Und dabei uns in so einen Rausch erzählen, dann sind es oft Strapazen.
00:40:55: Alpenüberquerungen, verrückte Situation auch gefährliche Situation aber eben auch traurige und tiefe Situation.
00:41:06: Man kann sich das vornehmen, das Leben irgendwie ohne all das rumzukriegen Aber was erzählt man da am Ende?
00:41:15: Ich mag deswegen deine Mission in dieser Welt Barbara Menschen durch die Irritation in eine größere Tiefe zu führen.
00:41:23: Das strahlst du aus!
00:41:25: Vielen Dank, ganz vielen dank!
00:41:28: Ganz lieben Dank an dich.
00:41:30: Toll dass du mit uns beiden hier das geteilt hast und vielleicht noch zwei drei vier fünf sechs anderen Menschen wiederzuhören.
00:41:38: Danke schön!
00:41:39: Auf ganz bald!
00:41:41: Auf ganze bald, danke schön!
00:41:43: Alles Gute, ciao!
00:41:53: Der Podcast für Lernarchitektinnen.
00:41:56: Jetzt abonnieren, damit du keine Folge verpasst!
00:41:59: Sabine und Jürgen freuen sich über Austausch mit dir.
00:42:03: Schreib ihn an podcastatbridgehouse.de.
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